Wie verteilt sich die Wärme im Raum? Das Prinzip der Strahlungs- und Infrarotheizung
Wärme breitet sich im Wohnraum durch Wärmeleitung, Strömung und Strahlung aus. Jedes dieser Prinzipien beeinflusst, wie schnell sich ein Raum aufheizt, ob die Wärme an der Decke verbleibt und welche Temperatur Sie tatsächlich wahrnehmen. Infrarotheizungen nutzen vor allem die Strahlungswärme, die auf Wände, Boden, Möbel und Personen trifft. In diesem Artikel erklären wir Ihnen auf einfache Weise, wie sich die einzelnen Arten der Wärmeübertragung unterscheiden, warum die Lufttemperatur allein nicht ausschlaggebend für den thermischen Komfort ist und wie die Leistung, die Anordnung der Infrarotpaneele und der Thermostat den Verbrauch sowie die gleichmäßige Beheizung Ihres Zuhauses beeinflussen.

Wärme breitet sich im Raum auf drei Arten aus
Im Wohnbereich wird Wärme durch Wärmeleitung, Luftströmung und Strahlung übertragen. Die Wärmeleitung findet im Inneren von Materialien statt, beispielsweise in Wänden oder Fußböden. Eine Luftströmung entsteht dadurch, dass sich erwärmte Luft nach oben bewegt und kühlere Luft nach unten sinkt. Strahlung überträgt Energie direkt zwischen Oberflächen, ohne dass zunächst die gesamte Luft erwärmt werden muss. Jedes Heizsystem nutzt alle drei Prinzipien, jedoch in unterschiedlichem Verhältnis. Ein Heizkörper arbeitet überwiegend mit Konvektion, während ein Infrarotpaneel den größten Teil der Energie durch Strahlung abgibt. Die Oberflächen im Raum nehmen die Wärme auf, erwärmen sich nach und nach und heizen anschließend auch die Umgebungsluft an. Genau deshalb kann eine gut konzipierte Infrarotheizung ein ausgeglicheneres Wärmegefühl erzeugen. Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf die Wattzahl. Wichtig sind auch die Platzierung, der Abstand zu Hindernissen und die Fläche, auf die das Paneel tatsächlich strahlt. Für eine gleichmäßige Beheizung ist beispielsweise das Decken-Infrarotpaneel CEILING PRO eine praktische Wahl, das die Wärme in einen weiten Teil des Raums abgibt.

Warum ist es an der Decke oft wärmer als am Boden?
Warme Luft hat eine geringere Dichte und steigt daher nach oben. An der Decke kühlt sie allmählich ab und sinkt wieder nach unten. Diese natürliche Zirkulation ist am deutlichsten bei Heizgeräten zu beobachten, die hauptsächlich die Luft erwärmen. Dies kann zu hohen Temperaturen unter der Decke führen, während es in Fußhöhe spürbar kühler bleibt. Eine solche Temperaturverteilung ist weder angenehm noch wirtschaftlich, da ein Teil der Energie dort landet, wo man sie normalerweise nicht benötigt. Ein Infrarotpaneel beseitigt die Luftströmung zwar nicht vollständig, leitet jedoch den größten Teil der Leistung direkt auf Oberflächen und Personen. Dadurch kann es sowohl eine starke Temperaturschichtung als auch Staubwirbel verringern. Die Höhe der Decke, die Dämmung, die Größe der Fenster und die Anordnung der Möbel beeinflussen diesen Unterschied. Eine einfache Überprüfung können Sie mit zwei Thermometern durchführen: Platzieren Sie eines etwa 20 cm über dem Boden und das andere in Kopfhöhe. Ein großer Unterschied deutet auf eine ungleichmäßige Beheizung hin. In kleineren Räumen kann das Wand-Infrarotpaneel BASIC mit einer entsprechend den Wärmeverlusten des Raums ausgewählten Leistung eine geeignete Lösung sein.

Wie ein Infrarotpaneel Wände, Möbel und Menschen erwärmt
Strahlungswärme breitet sich direkt von einer wärmeren Oberfläche zu kühleren Flächen aus, die sich im Strahlungsfeld der Wärmequelle befinden. Wenn das Infrarotpaneel in Betrieb ist, strahlt seine Oberfläche Infrarotenergie in den Raum ab. Wände, Boden, Möbel und auch der menschliche Körper nehmen diese Energie auf und wandeln sie in Wärme um. Die erwärmten Oberflächen geben die Energie dann nach und nach wieder ab und erwärmen gleichzeitig die Luft in ihrer Umgebung. Dadurch spüren Sie das angenehme Wärmegefühl, noch bevor sich die Temperatur des gesamten Luftvolumens erhöht. Voraussetzung dafür ist ein freier Strahlungsweg. Ein großer Schrank, ein Vorhang oder ein anderes Hindernis vor dem Paneel fängt einen Teil der Leistung ab und beeinträchtigt die Wärmeverteilung. Platzieren Sie das Paneel daher so, dass es in den genutzten Bereich des Raums gerichtet ist und nicht verdeckt wird. Im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer bewährt sich das rahmenlose Infrarotpaneel FRAMELESS, das sich leicht in die Einrichtung integrieren lässt und keine Bodenfläche beansprucht. Die richtige Positionierung hat denselben Einfluss auf den resultierenden Komfort wie die Leistung selbst.

Warum die Lufttemperatur allein nicht alles aussagt
Das Wärmeempfinden wird nicht nur durch den Wert auf dem Raumthermometer bestimmt. Wichtig ist auch die Temperatur der Wände, des Fußbodens, der Fenster und anderer Oberflächen in Ihrer Umgebung. Sind diese kalt, gibt der Körper mehr Wärme an sie ab, und Sie können sich selbst bei relativ hoher Lufttemperatur kalt fühlen. Wenn sich die Oberflächen hingegen erwärmen, wirkt der Raum angenehmer und es ist nicht notwendig, die Luft so stark zu überheizen. Das ist der Hauptgrund, warum Nutzer eine Strahlungsheizung anders wahrnehmen als einen herkömmlichen Heizkörper. Ein Infrarotpaneel trägt dazu bei, die durchschnittliche Temperatur der umgebenden Flächen zu erhöhen, was einen stabileren Wärmekomfort fördert. Das Ergebnis macht sich jedoch nicht in jedem Gebäude gleich schnell bemerkbar. Massives Mauerwerk benötigt mehr Zeit als eine leichte Trennwand, kann aber auch einen Teil der Wärme länger speichern. Im Badezimmer lässt sich dieses Prinzip praktisch mit Hilfe des Spiegel-Infrarotpaneels MIRROR nutzen, das Wärme in den Raum abstrahlt und gleichzeitig als Spiegel dient. Achten Sie daher bei der Einstellung des Thermostats vor allem auf Ihr eigenes Empfinden und nehmen Sie Änderungen in kleinen Schritten vor.

Decken- und Wandmontage bieten jeweils unterschiedliche Vorteile
Die Anordnung des Infrarotpaneels bestimmt, auf welche Flächen die Strahlungswärme trifft. Ein Wandpaneel eignet sich dort, wo vor ihm ein offener Raum liegt und es in den Aufenthaltsbereich gerichtet werden kann. Ein Deckenpaneel strahlt von oben nach unten ab, sodass es die freie Deckenfläche gut ausnutzt und weniger durch Möbel verdeckt wird. Es eignet sich besonders für Räume mit begrenztem Platz an den Wänden, für Küchen, Büros oder offene Wohnbereiche. Das Paneel darf jedoch nicht beliebig installiert werden. Beachten Sie stets die Montagevorschriften des jeweiligen Modells, die vorgeschriebenen Abstände und die Anweisungen des Herstellers. Das Wandmodell gehört nicht an die Decke, und das Deckenmodell sollte nicht an der Wand montiert werden, sofern dies nicht ausdrücklich in der Dokumentation erlaubt ist. Überprüfen Sie vor der Installation auch die Tragfähigkeit des Untergrunds und die Lage der Stromzuführung. Eine interessante Lösung ist das Decken-Infrarotpaneel CEILING LED, das Heizung und Beleuchtung in einem Element vereint. In größeren Räumen ist es oft vorteilhafter, mehrere Paneele mit geringerer Leistung zu verwenden als eine einzige starke Heizquelle in einer Ecke.

Der richtige Thermostat entscheidet über die Betriebsdauer
Der Stromverbrauch einer Elektroheizung hängt nicht nur von der Leistungsaufnahme des Heizkörpers ab, sondern vor allem von der Zeit, in der er eingeschaltet ist. Ein Heizkörper mit einer Leistung von 700 W verbraucht bei einer stündigen Dauerbetrieb 0,7 kWh. In der Praxis schaltet der Thermostat die Heizung jedoch ab, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, und schaltet sie erst wieder ein, wenn die Temperatur sinkt. Der tatsächliche Verbrauch hängt daher von den Wärmeverlusten des Hauses, den Außenwetterbedingungen, der gewünschten Temperatur und der Art der Belüftung ab. Der häufigste Fehler ist eine zu geringe Leistung. Ein zu schwaches Heizpaneel läuft lange, heizt den Raum nur langsam auf und sorgt möglicherweise nicht für den erwarteten Komfort. Eine unnötig hohe Leistung erfordert hingegen eine präzise Regelung, um ein Überheizen zu vermeiden. Platzieren Sie den Thermostat nicht direkt im Strahlungsfeld des Heizpaneels, am Fenster oder neben einer Tür, da er sonst eine verfälschte Temperatur messen würde. Für einen normalen Haushalt ist ein Infrarotpaneel mit WLAN-Thermostat praktisch, bei dem man einen Tagesmodus einstellen und die Heizleistung während der Abwesenheit begrenzen kann. Die größten Einsparungen lassen sich in der Regel durch eine richtige Leistungsauslegung, eine angemessene Temperatur und kurzes, intensives Lüften erzielen.
